Jonas Kaufmann: Nessun dorma

Nessun dorma war einst die Paradearie Luciano Pavarottis. Doch auch Jonas Kaufmann singt Nessun dorma aus dem dritten Akt von Puccinis Oper Turandot gerne und oft, sei es nun in Konzerten oder als Zugabe. Auf der Opernbühne hat Kaufmann die Partie des Kalaf in einer vollständigen Produktion indes noch nicht gesungen.

 

Die Arie

Das Libretto von Turandot stammt von Giuseppe Adami und Renato Simoni.

Nessun dorma! Nessun dorma!
Tu pure, o Principessa,
nella tua fredda stanza
guardi le stelle che tremano
d’amore e di speranza!
Ma il mio mistero è chiuso in me,
il nome mio nessun saprà!
No, no, sulla tua bocca lo dirò,
quando la luce splenderà!
Ed il mio bacio scioglierà il silenzio
che ti fa mia!

Chor
Il nome suo nessun saprà.
E noi dovrem, ahimè!, morir, morir!

Dilegua, o notte! Tramontate, stelle!
Tramontate, stelle! All’alba vincerò!
Vincerò! Vincerò!

 

3 Mal Jonas Kaufmann, 3 Mal Nessun dorma

 

Nessun dorma Open Air München

München, Königsplatz, 27.Juni 2015

Am bekanntesten ist Kaufmanns Version von „Nessun dorma“, die er auf dem Königsplatz in München gesungen hat. Die Stimmen des Chors fallen („Il nome suo nessun saprà. E noi dovrem, ahimè!, morir, morir!“) wie oft bei Konzertversionen weg. Dirigent ist Claudio Vandelli. Das Orchester ist die Janacek Philharmonie Ostrava. Neben Kaufmann sangen u.a. Anna Netrebko und Ildar Abdrazakow .

 

Nessun dorma bei den Proms

BBC Proms, London, 12. September 2015

Kaufmann singt gewohnt sorgfältig. Das ‚h‘ im dritten „Vincerò“ hat Schmackes und Kraft. Dirigentin ist die Finnin Marin Alsop. Es spielt das BBC Symphony Orchestra. Die Stimmen des Chores werden hier gesungen.

 

Jonas Kaufmann vergisst Text bei Nessun dorma

La Scala, Mailand, Konzert 14. Juni 2015

Kurios: Jonas Kaufmann vergisst den Text nach dem zweiten „Tramontate“, obwohl Dirigent Jochen Rieder lautlos vorspricht. Offenbar handelt es sich um die fünfte Zugabe. Im Übrigen hat diese Version ein angenehm straffes Tempo. Und Kaufmanns netter Aussetzer wird mehr als wettgemacht durch die stimmlich gute Verfassung des Tenors.