Jonas Kaufmann

Auf diesen Seiten finden Sie einen Überblick über vergangene und aktuelle Termine, Auftritte und Haus- und Rollendebüts des Tenors Jonas Kaufmann. Informationen zu zukünftigen Jonas-Kaufmann-Terminen finden Sie insbesondere unter Jonas Kaufmann 2016 und Jonas Kaufmann 2017.

Der am 10. Juli 1969 geborene Jonas Kaufmann studiert an der Hochschule für Musik und Theater München.

  • 1994-2000: Saarbrücken, Stuttgart

Sein erstes Engagement führt ihn 1994 an das Staatstheater Saarbrücken, wo Kaufmann Don Ottavio, Tamino, Nemorino, und Nebenrollen wie Remendado (Carmen), Gastone (La Traviata) oder Andres (Wozzeck) singt. Es folgen u.a. Engagements an die Staatsoper Stuttgart, wo er Jaquino aus Fidelio, Almaviva und Alfredo singt, und an die Hamburger Staatsoper, wo er als Ferrando zu hören ist.

  • 2001-2002: Zürich, Brüssel

2001 ist er an der Seite von Ben Heppner und Renée Fleming als Cassio in Chicago zu hören. 2002 beginnt eine Zusammenarbeit mit der Oper Zürich. Hier singt Kaufmann Belmonte, Tamino, Fierrabas unter Welser-Möst sowie unter Harnoncourt Telemaco in Monteverdis Il Ritorno d’Ulisse in Patria (mit Vesselina Kasarova). Am Brüsseler Opernhaus La Monnaie folgt der Faust in La Damnation de Faust mit Susan Graham und José van Dam (Leitung: Antonio Pappano). Am Turiner Teatro Regio singt Kaufmann den Flamand aus Strauss‘ Capriccio.

  • 2003-2005: Florestan & Duca Zürich, Belmonte Salzburg, La Rondine ROH

Zu Beginn des Jahres 2003 folgen Idomeneo und Tamino am Opernhaus Zürich sowie Alfredo in Chicago. In Genf ist Jonas Kaufmann als Berlioz‘ Faust zu hören, wieder an der Seite von José van Dam. Im Sommer debütiert der deutsche Tenor an den Salzburger Festspielen an der Seite von Diana Damrau und Laura Aikin als Belmonte. Zudem singt Kaufmann in Salzburg die Titelpartie in La Clemenza di Tito. In Zürich steht die Partie des Walther von der Vogelweide in Wagners Tannhäuser neben Peter Seiffert und auf dem Programm. Ende des Jahres 2003 ist Jonas Kaufmann in Berlin, um an der Komischen Oper Tamino zu singen.

2004 folgt Florestan in Zürich neben Camilla Nylund unter Nikolaus Harnoncourt. Die Rolle des Cassio singt Kaufmann an der Pariser Opéra de Bastille. An der Staatsoper Stuttgart folgt Alfredo. Ende des Jahres folgt Gounods Faust in Zürich. Zwischendurch übernimmt der Tenor die Tenorpartien in Beethovens Neunter, Haydns Schöpfung, Beethovens Missa solemnis, Verdis Requiem oder Mahlers Lied von der Erde. Zudem gibt er Liederabende mit Der Schönen Müllerin, am Klavier stets begleitet von Helmut Deutsch. Im Herbst 2004 erfolgt das Debüt am Royal Opera House of London (ROH) als Ruggiero in Puccinis La Rondine. Sopranpartnerin ist Angela Gheorghiu. Ende 2004 folgt Gounods Faust in Zürich.

Das Jahr 2005 beginnt für Jonas Kaufmann mit der Züricher Incoronazione di Poppea unter Harnoncourt neben Vesselina Kasarova. Der Tenor lässt am gleichen Ort Fenton (Falstaff) und wiederum Tito neben Kasarova und Groissböck folgen. Im Mai folgt das Rollendebüt als Duca in Verdis Rigoletto neben Elena Mosuc. Kaufmann singt in Stuttgart nochmals Alfredo. Es folgen Ende 2005 ein weiterer Fierrabas sowie Ferrando, beide in Zürich. Kurz vor Jahresschluss erfolgt das Hausdebüt an der Bayerischen Staatsoper als Tamino (neben Jan-Hendrik Rootering, Lubica Vargicová und Annette Dasch).

  • 2006-2008: Met Alfredo, Parsifal & Rodolfo Zürich, Don José & Cavaradossi ROH

Der internationale Durchbruch kommt im Februar 2006 als Alfredo, den er neben Angela Gheorghiu an der New Yorker Metropolitan Opera singt. In Zürich folgen in diesem Jahr noch Fierrabas, das Rollendebüt des Parsifal (neben Cornelia Kallisch, Thomas Hampson und Matti Salminen), Duca, Florestan (mit Camilla Nylund) und Tamino (neben Julia Kleiter und Elena Mosuc). Stuttgart erlebt Kaufmann 2006 erneut als Alfredo, Frankfurt als Hans in Dvoraks Verkaufter Braut, Wien als Tamino. In Edinburgh singt der Tenor erstmals Walther von Stolzing (konzertant, Dirigent: David Robertson). Die Rückkehr an die Met erfolgt als Tamino. In London (ROH) kommt es zum Rollendebüt des Don José (an der Seite von Anna Caterina Antonacci, Leitung Pappano).

Auch 2007 bleibt Kaufmann der Oper Zürich treu. Hier singt er erneut Florestan, Tamino, Don Carlo (neben Daniela Dessi), Alfredo (neben Eva Mei und Renato Bruson) sowie unter Ingo Metzmacher das Rollendebüt als Königssohn in Humperdincks Königskinder. An der Met ist der Tenor als Alfredo (neben Krassimira Stoyanova bzw. Angela Gheorghiu unter Marco Armiliato) zu hören. Alfredo singt Kaufmann im Sommer 2007 auch im Palais Garnier (mit Christine Schäfer und José van Dam) und an der Scala (mit Angela Gheorghiu/Irina Lungu). In Zürich singt Kaufmann Ende 2007 neben Elena Mosuc das Rollendebüt als Rodolfo.

Das Jahr 2008 erlebt Jonas Kaufmann an Covent Garden zusammen mit Anna Netrebko/Ermonela Jaho und Chworostowsky/Andrzej Dobber als Alfredo. Zum ersten Mal singt Kaufmann an der Staatsoper Berlin (Rodolfo, Alexia Voulgaridou, Gustavo Dudamel dirigiert). An der Met singt Kaufmann nochmals Alfredo. Im Mai und Juni ist er am Royal Opera House in seinem Rollendebüt als Cavaradossi zu hören (Micaela Carosi/Martina Serfain, Leitung: Pappano).

Die Zürcher Auftritte Kaufmanns 2008 umfassen Florestan und Don José (neben Vesselina Kasarova). In Chicago folgt ein weiteres Rollendebüt, als Des Grieux (neben Natalie Dessay). An der Opéra Garnier singt Jonas Kaufmann Florestan, seine Partner sind Angela Denoke, Franz Josef Selig, Julia Kleiter und Alan Held. Es leitet Sylvain Cambreling.

  • 2009-2010: Lohengrin München & Bayreuth

Die Bayerische Staatsoper München wird 2009/2010 zu Kaufmanns De-Facto-Heimat. Daneben ist das Royal Opera House in London als zweites Stammhaus zu betrachten. Regelmäßig ist Kaufmann an der Metropolitan Opera in New York zu hören.

2009 steht die Rolle des Sängers im Rosenkavalier in Baden-Baden auf dem Programm (mit Renée Fleming, Sophie Koch, Diana Damrau, Franz Hwlata, Dirigent: Christian Thielemann). Auch 2009 ist Kaufmann an der Oper Zürich präsent. Hier singt er Cavaradossi (neben Emily Magee) und Alfredo (neben Eva Mei). An der Wiener Staatsoper ist JK als Des Grieux zu hören (neben Catherine Naglestad), an der Deutschen Oper Berlin als Cavaradossi (Hausdebüt). An der Bayerischen Staatsoper singt der Tenor Alfredo (neben Angela Gheorghiu und Simon Keenlyside, Dirigent: Keri-Lynn Wilson) und als Rollendebüt im Oktober 2009 Lohengrin (neben Anja Harteros, Wolfgang Koch, Michaela Schuster, Ewgenij Nikitin, Kent Nagano dirigiert). An der ROH singt Kaufmann im September 2009 Don Carlo (Marina Poplawskaja, Simon Keenlyside, Ferruccio Furlanetto, Leitung: Bychkov). Die Mailänder hören Kaufmann an der Scala als Don José unter Barenboim (mit Anita Ravelishvili und Erwin Schrott).

2010 ist Kaufmann in der Pariser Opéra Bastille zu Gast. Er singt Werther neben Sophie Koch und Ludovic Tézier. Michel Plasson ist Dirigent. In Zürich singt er nochmals den Königssohn. An der Met singt JK Cavaradossi (neben Patricia Raclette und Bryn Terfel) und Don José (neben Kate Aldrich und Mariusz Kwiecien). In München ist er in den gleichen Rollen zu erleben, zuerst als Don José zu hören (Elina Garanca, Genia Kühmeier, Ildebrando D’Arcangelo, Karl Marek Chichon leitet), dann als Cavaradossi (neben Karita Mattila, Juha Uusitalo, Fabio Luisi).

Am 25. Juli 2010 erfolgt das Debüt Kaufmanns bei den Bayreuther Festspielen als Lohengrin in der umstrittenen Neuenfels-Produktion. (Annette Dasch, Evelyn Herlitzius, Heinz-Joachim Ketelsen, Georg Zeppenfeld, Samuel Youn, Andris Nelsons dirigiert). Ebenfalls im Sommer 2010 singt Kaufmann unter Claudio Abbado in Luzern den Florestan (neben Nina Stemme, Christoph Fischesser, Falk Struckmann). Es folgen das Rollendebüt des Maurizio in Adriana Lecouvreur an der Deutschen Oper Berlin (neben Angela Gheorghiu). In der gleichen Rolle ist Kaufmann in London zu hören. Des weiteren singt Kaufmann in Fidelio (Anja Kampe ist Leonore) in München.

  • 2011-2012: Siegmund Met, Lohengrin Scala

2011 folgen Werther (neben Sophie Koch) in Wien, Don José (neben Anita Ravelishvili) in München. An der Scala verkörpert Kaufmann den Cavaradossi neben der Tosca von Oksana Dyka. Im April 2011 folgt das Rollendebüt als Siegmund in Die Walküre an der Metropolitan Opera (Eva-Maria Westbroek, Bryn Terfel, Deborah Voigt, Dirigent: James Levine). In Zürich folgt Rodolfo. Es wird bis auf Weiteres Kaufmanns letzter Auftritt in einer regulären Operninszenierung in Zürich sein. In München steht er zu den Festspielen erneut als Florestan auf der Bühne (zusammen mit Jennifer Wilson, Ewgenij Nikitin, Stephen Milling, Dirigent: Zubin Mehta). An Covent Garden folgt wiederum Cavaradossi (neben Angela Gheorghiu und Bryn Terfel, Pappano leitet). Die Met erlebt Kaufmann im November und Dezember 2011 als Faust (neben René Pape und Marina Poplavskaja, Dirigent Yannick Nézet-Séguin).

Das Jahr 2012 startet für den Münchener Tenor mit Don Carlo an seinem Stammhaus München (Anja Harteros, René Pape, Dirigent: Asher Fisch). An der Wiener Staatsoper singt er Faust. Den Don José singt er in Salzburg unter Simon Rattle (Magdalena Kozena, Kostas Smoriginas, Genia Kühmeier). Eine konzertante Aufführung ist in der Berliner Philharmonie zu hören. In Salzburg ist er 2012 zudem als Tenor bzw. Bacchus in Strauss‘ Ariadne auf Naxos (neben Emily Magee und Elena Mosuc) zu hören, ebenso wie als Rodolfo (Anna Netrebko, Nino Machaidze, Dirigent: Daniele Gatti). Es folgt im Oktober 2012 in München Fidelio (neben Waltraud Meier, Tomasz Koniezcny, Matti Salminen, Dirigent: Adam Fischer). Auf Kaufmanns Recital-Programm stehen Kaufmann-Liederabende der Schönen Müllerin. Im Dezember 2012 singt Kaufmann die Titelrolle in Lohengrin an der Scala (Annette Dasch/Ann Petersen/Anja Harteros, Evelyn Herlitzius, René Pape, Dirigent: Daniel Barenboim).

  • 2013-2014: Manrico & Alvaro München, Dick Johnson Wien

Die erste Jahreshälfte 2013 steht im Zeichen von Parsifal, den Jonas Kaufmann an der New Yorker Met (Kundry Katerina Dalayman, Gurnemanz René Pape) und an der Wiener Staatsoper (Kundry Evelyn Herliztius, Gurnemanz Kwangchoul Youn) singt. In London folgt Don Carlo (neben Anja Harteros).

Es folgen die Rollendebüts als Manrico und Alvaro (beides Mal Staatsoper München, beides Mal neben Anja Harteros). An den Festtagen München singt Kaufmann Don Carlo und Lohengrin. In Wien folgt das Rollendebüt des Dick Johnson (neben Nina Stemme, Tomasz Konieczny, Dirigent: Franz Welser-Möst). Erneut in München singt Kaufmann Cavaradossi (neben Catherine Naglestad).

2014 stehen erneut Alvaro in München und Werther (neben Sophie Koch) an der Met und Des Grieux (neben Kristine Opolais) in London auf dem Programm. In der Rolle des Alvaro ist Kaufmann wieder an den Opernfestspielen München zu hören. Des Grieux (wiederum neben Kristine Opolais) singt Kaufmann im November und Dezember 2014 auch an der Bayerischen Staatsoper.

  • 2015-2016: London Andrea Chénier, Turrdiu/Canio Salzburg, Hoffmann Paris

2015 singt Kaufmann zuerst die Titelrolle in Andrea Chénier (neben Eva-Maria Westbroek) unter Antonio Pappano an Covent Garden. In der Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Rom singt Kaufmann erstmalig Radamès, allerdings in einer konzertanten Version (neben Anja Harteros, Jekaterina Sementschuk, Ludovic Tézier, Erwin Schrott, Dirigent: Antonio Pappano). Ende März 2015 folgt das Rollendebüt für Turrido/Canio bei den Salzburger Osterfestspielen (neben Ljudmila Monastyrska, Ambrogio Maestri, Annalisa Stroppa, Dimitri Platanias, Maria Agresta, Dirigent: Christian Thielemann). Es folgen ein Alvaro in München (Anja Harteros, Nadia Krasteva, Simone Piazzola, Witalij Kowaljow, Ambrogio Maestri, Dirigent: Asher Fisch), ein Don José in Orange (Kate Aldrich, Dirigent: Mikko Franck), Des Grieux an den Opernfestspielen München und Florestan in Salzburg (Adrianne Pieczonka, Tomasz Konieczny, Hans-Peter König, Olga Bezsmertna, Dirigent: Franz Welser-Moest).

Ein Rollendebüt ist Kaufmanns Radamès an der Bayerischen Staatsoper (Krassimira Stoyanova, Anna Smirnova, Marco Spotti, Franco Vasallo, Dirigent: Dan Ettinger). An der Opéra national de Paris singt er im Dezember 2015 Berlioz‘ Faust (neben Sophie Koch und Bryn Terfel, Dirigent: Philippe Jordan).

Das Jahr 2016 beginnt mit Cavaradossi am Londoner Covent Garden. Im Mai folgt Walther von Stolzing in den Meistersingern an seinem Stammhaus in München. Das gleiche nochmals im Oktober 2016 – selbe Partie, selber Ort, selbe Produktion. An den Opernfestspielen München ist Kaufmann erneut als Cavaradossi zu hören. Dazwischen schiebt Kaufmann einen konzertanten Siegmund in Baden-Baden ein, zusammen mit Evelyn Herlitzius, René Pape und Eva-Maria Westbroek. Im November 2016 steht das Rollendebüt als Hoffmann in Offenbachs Les Contes d’Hoffmann in. Ort: Opéra national de Paris.

  • 2017-2018: Lohengrin Paris, München Andrea Chénier & Alvaro, Otello London

Im Januar 2017 steht Lohengrin in Paris auf dem Programm. An Kaufmanns Seite singen Evelyn Herlitzius, René Pape, Wolfgang Koch und Martina Serafin. In München ist er im März (und nochmals zu den Festspielen im Sommer) als Andrea Chénier zu hören. Die Festspiele München bringen zudem nochmals zwei Vorstellungen von La Forza del Destino mit Jonas Kaufmann und Anja Harteros.

Im Juni 2017 gibt es dann das Rollendebüt als Otello – in London am Royal Opera House. Pappano dirigiert. Maria Agresta singt neben Kaufmann Desdemona, Ludovic Tézier Iago.

Und damit begeben wir uns ins Reich der Spekulation. Da Kaufman Pinkerton in Madama Butterfly bislang nur auf CD eingespielt hat, liegt ein Bühnendebüt durchaus im Bereich des Möglichen. Auch einen Tannhäuser könnte man sich auch vorstellen – vielleich in München? Und ebenso Samson aus Saint-Saens‘ Samson et Dalila – vielleicht in Paris? In punkto Siegfried meint Kaufmann: „No, no, certainly not„. Und wie sagte Kaufmann einst so schön: „There’s always a little bit of a risk that you realize that this is maybe a shoe that is still too big for you.“ Ebenso äußerte Kaufmann einmal, dass er gerne Debussys Pelléas singen würde. Aber wann, das steht bislang noch in den Sternen.

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