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Über den Rang Yefim Bronfmans besteht kein Zweifel.

Bronfmans Anschlag spaltet Baumstämme.

Für Prokofjews stürmisches Genie (heute: die Klaviersonaten Nr. 5 bis 7) setzt Bronfman seine überwältigende Meisterschaft ein.

Prokofjews Beiträge zu der altehrwürdigen Form der Sonate macht der Pianist im Schillertheater zu Musterbeispielen musikalischer Logik. Der Mann weiß, was Übersicht ist. Er ist unfähig zu Nebensächlichkeiten.

Die mit Bronfmans Werdegang verbundenen Künstler umschreiben doch einen Bezirk, in dem man Bronfmans Stil lokalisieren kann: Rudolf Serkin ist ein Lehrer, Emil Gilels ein Bekannter des Vaters. Das nur nebenbei.

Bronfman geht in einer Art linkischer Flottheit zum Flügel. Die kleine Geste der Rechten während der Verbeugung legt nahe, dass es sich der Künstler als Ehre anrechnet, im Schillertheater spielen zu dürfen.

Bronfmans Zugaben sind Romanze und Finale aus Robert Schumanns Faschingsschwank aus Wien.

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