Maxim Vengerovs Violinspiel ist nicht überwältigend, doch durch und durch exzellent, wenn man den Unterschied versteht. Vengerov katapultiert nicht in die Stratosphäre, in der seit je dünn atmen ist, wie Anne-Sophie Mutter dies tut, sondern hält den Hörer in den robusteren Bereichen der Musik. Die Stücke von Schostakowitsch waren schlechthin perfekt. Satter, körperlicher, leicht baritonaler, beweglicher Ton. Bereitschaft zum Äußersten. Die Philharmonie war nur gut zur Hälfte gefüllt. Deshalb nach der Pause in der ersten Reihe gesessen.

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