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Simon Rattle Ruth Berghaus Magdalena Kozena Robert Lloyd Hanno Müller-Brachmann William Burden

Da liegt sie! Magdalena Kozena (Mélisande) vor gelber, getreppter Wand // Foto: Monika Rittershaus / .staatsoper-berlin.de

Staatsoper Berlin. Am Mittwoch Abend saß Daniel Barenboim im Sommeranzug in der Seitenloge. Simon Rattle dirigierte unverstellt und mit alle Kritik sinnlos machender Angemessenheit. Nach vier Vorstellungen des Pelléas kennt man Debussys sensible Flunder doch bis in die Fragmentierung der Subthemen hinunter. Klarheit des Klanges, Sinn schaffende Abstufung der Dynamik, kontrollierende Führung jedes Pianissimo, Stufung innerhalb des Klanges, keine Leerstellen. Sehr gut das alles. Wirklich sehr gut. Rattle muss sich ganz schön anstrengen, um Berghaus‚ schiefe Ebenen zu überwinden, wenn er zum Schlussapplaus auf die Bühne kommt. Opernkritik: atemnehmende Operation an Debussys offenem Herzen.

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