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Schönberg Erwartung Schostakowitsch 10. Sinfonie

Konzertbericht Berliner Philharmoniker. Hier passierte wenig Bewegendes. Semyon Bychkov sprang für Kirill Petrenko, den Chefdirigenten der Komischen Oper Berlin, ein. Die Sinfonie Nr. 10 lief ohne Pannen durch alle Sätze, was gewiss eine Leistung des Dirigenten ist, aber kein Grund zur Begeisterung. Am beeindruckendsten schien mir die Lautstärke des Orchesters, also in etwa das Bändigen aller solistischen Kräfte in einem ratternden Crescendo, in dem alles in die Wagschale geworfen wird, um die Zuhörer mit einem gigantischen Fortissimo zu überraschen. Dieses ff war sowohl perkussiv kompakt als auch rhythmisch wirkungsvoll gegliedert und fähig, einen vom schier endlosen Potenzial der Berliner Philharmoniker zu überzeugen. Angela Denokes Sopran schimmert stets so kühl, dass man sich einen Schnupfen hätte holen können, sobald man seine Nase in ihre Richtung gestreckt hätte.

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