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Magdalena Kozena Dorothea Röschmann

Ich habe Magdalena Kozena geschätzte zehn Mal in den letzten drei Wochen gehört. Dieses Mal zum Barenboim-Zyklus der reizendste Auftritt. Dorothea Röschmann (grünes Kleid, Stola) und Magdalena Kozena (pinkfarbenes Kleid, Rüschen) singen Duette. Röschmanns Opern-Sopran ist ein Meer aus massivem, vibrierendem Marmor. Man braucht, bis man nicht mehr ihre sensationelle Eva mithört. Kozenas lyrischer Mezzosopran ist luftiger, wärmer, duftender, ein Eldorado der scheuen Gesten. Dann singen beide das gleiche Lied mit verschiedenen Stimmen, und es ist immer der nie gleiche Zusammenklang verschiedener, doch in sich gleicher Perfektion. Felix Mendelssohn-Bartholdy, Hugo Wolf, Brahms, Saint-Saëns, Gounod, Fauré, Duparc, Dvořak. Gegen Ende erschöpfte ein Konzert, dessen einziger Charakter der zu sein schien, vollkommen zu sein. Daniel Barenboim begleitete. Ich habe nachgezählt. Ich hörte Magdalena Kozena sieben Mal in den letzten drei Wochen.

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