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Haitinks Konzert im Januar (Brahms‘ Zweite, Hindemiths Symphonische Metamorphosen) verpasst, also in die Missa Solemnis gegangen. Nagano dirigierte die Missa Solemnis im Juni 2006 direkter, intensiver, massiver (damals mit Anne Schwanewilms, Marie-Nicole Lemieux, Klaus Florian Vogt, Günther Groissböck. Bei Bernard Haitink waren die Sätze nacheinander aufgereiht. Nagano brachte scheinbar die Missa Solemnis auf einmal, übereinander geschichtet, ineinander verkeilt, die Enden an die Anfänge steckend. Die Crescendi wirkten abgründig, die Piani stürmisch. Doch hier nur von Nagano zu reden, da mir zu Haitink wenig einfällt, scheint auch nicht sinnvoll. Also: Haitink schnupperte nur an Beethoven. Nagano – zum letzten Mal -, Nagano also schweißte Beethoven zusammen.

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