Kritik Bayreuth Tannhäuser Premiere Kratzer

Mit Kratzer, aber ohne Venusberg kommt der Tannhäuser zurück nach Bayreuth.

Zuerst einige Worte zu Waleri Gergiew, der in der Ouvertüre einen tollen Job macht. Diese schwebt nämlich feingeschliffen und goldglänzend herein Weiterlesen

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Radialsystem: Globaladapter mit Kondo, Marino, Acierto, Hartman, Lyle et al.

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Draußen, auf der sommerlich luftigen Spree-Terrasse des Radialsystems, wird jeder zum Neue-Musik-Bekehrten. Drinnen, vor abgedunkelter Sitzwürfel-Landschaft, thronen Weiterlesen

Kritik: Otello Deutsche Oper

Eine Repertoirevorstellung von Verdis Otello in Andreas Kriegenburgs Inszenierung.

Das Schlafzimmer Desdemonas: eine Cortenstahl-Gruft. Der Hauptschauplatz: ein Flüchtlingslager im Kriegsgebiet, in Szene gesetzt als Menschen-Hochregallager und pittoreskes Wuselbild des Elends (Bühne: Harald Thor). Weiterlesen

Kritik Premiere Deutsche Oper: Don Quichotte

Nicht alles klappt beim Premierenabend an der Deutschen Oper Berlin. Dabei sah es vorher so gut aus. Endlich einmal wieder Massenet, endlich einmal nicht Werther oder Manon, sondern die comédie héroïque Don Quichotte, ein subtiles, einschmeichelnd sangliches Spätwerk. Und es gibt sogar eine französische Sängerin! Und einen französischen Dirigenten (wenn auch keinen original frankophonen Protagonisten)! Weiterlesen

Berlin Staatsoper Macbeth: Domingo, Semenchuk, Pape

Verdis wilder Macbeth verhandelt Aufstieg und Fall eines zur Macht Verführten. Die Geschichte ist simpel. Der Königsmörder wird König, sein Verbrechen gebiert weitere Untaten. Verdis Geschichte erzählt von Mördern, nicht von Ermordeten: Die Lady öffnet die Höllenpforte ihres nachtschwarzen Ehrgeizes. Macbeth, anfangs ein Zauderer, wütet umso grausamer. Die positiven Figuren, die Toten bleiben Randfiguren. Und die Liebe erlöst nicht. Es gibt sie gar nicht. Verdi, der Realist? Wagner, ein ewiger Romantiker?  Weiterlesen